Linke Gegenöffentlichkeit

franzi/ Oktober 7, 2019


Was mich besonders umtreibt nach der Wahl, ist nicht nur unser eigenes Versagen, sondern auch das der Medienlandschaft.

Ausgedünnte Redaktionen und immer kleiner werdende Leserschaft haben in der Märkischen Oderzeitung (Oder-Spree) dazu geführt, dass die vielen Bürgermeister- und Landtagskandidaten nicht mehr intensiv begleitet und vorgestellt werden konnten. Ein Interview und ein Wahlforum, an dem nur einer von uns vier Direktkandidaten der LINKEN in LOS teilnehmen konnte, und das war es.

Die Anzeigenzeitungen fühlen sich nicht mehr einem Journalismus verpflichtet. Facebook und andere Soziale Netzwerke machen keine Redaktionsbeiträge, es sei denn, man tut es selbst. Und damit hört es schon auf. Also benötigen wir unsere eigene Gegenöffentlichkeit!

Ich möchte meine Erfahrung aus dem Wahlkampf dafür nutzen, um etwas anzustoßen. Das Ergebnis zeigt, dass wir es versäumt haben, mit den Bürgern zu kommunizieren, ihnen zu zeigen, was wir machen. Deshalb möchte ich – erneut – anregen, darüber nachzudenken, statt einer Mitgliederzeitung eine Zeitung für alle Bürger herauszugeben. Mit einer Redaktion aus Jung und Alt, mit Texten, die wir auch auf unseren Social Media Kanälen spielen können. Mit Vernetzung in den Kommunen wie Interviews mit Bürgern, Amtsträgern, Vereinen etc.

Der Artikel wurde in der Zeitung Widerspruch, Ausgabe September/Oktober 2019 auf Seite 5, des Kreisverbandes DIE LINKE Oder-Spree veröffentlicht.

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